Bericht: Dynamische Diskussionen in Dortmunds DASA

Am 30. September waren wir bei unserer dritten Diskussionswerkstatt in der DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund. Das Thema war diesmal „Dortmund zwischen Zeche in Zukunft – Wie verändert sich unsere Arbeit?“, unser Fokus lag diesmal auf dem Strukturwandel, den viele westdeutsche Städte im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts erlebten. In Dortmund gehörten dazu unter anderem das Zechensterben sowie die Stahlkrise, welche die in der unmittelbaren Nachkriegszeit boomende Stadt vor zahlreiche soziale Probleme stellte.

Unsere Expert*innen auf dem Panel waren Heinz-Ludwig Bücking vom Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V., der profilierte Arbeitshistoriker Prof. Dr. Stefan Goch (Ruhr-Universität Bochum/Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen), der Techniksoziologe Marco Hellmann von der TU Dortmund sowie die Gewerkschafterin Gabi Schilling vom Projekt „Arbeit 2020“ der IG Metall Nordrhein-Westfalen. Den Anfang machte Marcus Starzinger von der DASA mit einem kurzen Grußwort.

Nach unserem üblichen filmischen Input und einer Gelegenheit, sich mit Muffins, Kaffee und anderen Getränken zu versorgen, ging es dann auch schon in eine angeregte Diskussion. Diskutiert wurde nicht nur der Wandel, den Dortmund gerade in den 1990er Jahren erlebte, sondern auch, wie die Arbeit von morgen sozial und human gestaltet werden kann und welche Auswirkung die Digitalisierung und das Internet der Dinge auf die Gesellschaft haben werden. Einen Eindruck vom Internet der Dinge konnten sich unsere Besucher*innen mit dem „Demonstrator“ von Haptical machen, einem interaktiven Display, bei dem Arbeitsabläufe der Industrie 4.0 nachvollzogen werden können. Haptical ist eines der Gewinnerprojekte im Hochschulwettbewerb im Wissenschaftsjahr 2018 und seine beiden Vertreter bei unserer Veranstaltung, Alexander Michalik und Christoph Besenfelder, beteiligten sich ebenso rege an der Diskussion wie der Rest der knapp 50 Gäste. Das Feedback zu unserem Projekt war wie schon bei den vorigen Werkstätten ein sehr positives und wir waren erneut überrascht, wie sehr das Thema Digitalisierung die Bundesbürger*innen beschäftigt.

Ein herzliches Dankeschön geht an alle unsere Referent*innen, Marcus Starzinger, Bernd Holtwick und Sebastian Wehrstedt von der DASA sowie an Haptical, die unsere Veranstaltung zu einem Erfolg werden ließen!

About the author: Andie Rothenhäusler