Bericht: Ein paar Eindrücke aus Halle an der Saale

Mit urlaubsbedingter Verspätung doch noch ein kleiner Bericht von unserer Diskussionswerkstatt in Halle an der Saale, die am Sonntag, dem 19. August stattfand sowie von den Dreharbeiten am nächsten Tag. Unser Projektteam trifft sich als gesamtdeutsche Kooperation nämlich nur zu vereinzelten Drehterminen und koordiniert sich vor allem über (aus früherer Perspektive futuristische) technische Hilfsmittel wie Telefonkonferenzen und Skype – die Veranstaltung in Halle war insofern nicht nur eine willkommene Gelegenheit, um vergangene Arbeitszukünfte in einer größeren Öffentlichkeit zu diskutieren, sondern um auch unser Filmprojekt voranzutreiben.

„Wie werden wir morgen arbeiten?“

Zu Gast waren wir für die Werkstatt beim Stadtmuseum Halle, welches bei 31°C nicht nur wunderbar klimatisierte Räumlichkeiten zu bieten hatte, sondern auch eine fachkundige Betreuung durch die Direktorin Jane Unger und den Kurator Erik Neumann. Letzterer begrüßte auch die knapp 50 Gäste, die sich gegen 14 Uhr eingefunden hatten. Mit dabei war auch ein Team von MDR aktuell, welches über die Veranstaltung berichtete.

Der Fokus unserer zweiten Diskussionswerkstatt lag ganz klar auf der Entwicklung des Arbeitsmarktes in Halle und Sachsen-Anhalt im letzten halben Jahrhundert. Als Expertin für die historische Entwicklung in den letzten Jahrzehnten der DDR und in der Zeit der Wende hatten wir PD Dr. Holle Grünert vom Zentrum für Sozialforschung Halle eingeladen; für Aussagen über die Zukunft der Arbeit zuständig war der Hallenser Bundestagsabgeordnete Dr. Karamba Diaby, der Mitglied des dortigen Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung ist. Hinzu kam die Leiterin der Agentur für Arbeit Halle, Dr. Petra Bratzke, sowie die Grafikerin und Freelancerin Charlotte van Lie, die beide Erfahrungsberichte darüber liefern konnten, wie sich der Arbeitsmarkt in Halle in den letzten Jahren entwickelt hat und welche Härten er vor allem für die jüngere Generation zu bieten hat. Dem etwa einstündigen Podiumsgespräch folgte eine längere Diskussion zwischen Referent*innen und Publikum, in der es stark darum ging, wie Halle gut für die Zukunft aufgestellt werden kann.

Für uns war die Werkstatt ein voller Erfolg, so stießen unsere Input-Filme erneut auf ein positives Echo und auch die Kooperation mit dem MDR gestaltete sich spannend: Der Beitrag über uns wurde Sonntagabend auf MDR aktuell gesendet. Sehr schön ist, dass wir noch mehrmals dieses Jahr nach Halle zurückkehren werden: Zum einen zu den Veranstaltungen unserer Hallenser Studierenden im September und Oktober, zum anderen zur Premiere unseres Films im November.

Dreharbeiten im Sand

Nach einem herzhaften Abendessen in einem Restaurant, anschließendem Pläneschmieden in einer Bar und einer Nacht im Hotel begannen wir am nächsten Tag ziemlich früh mit den weiteren Dreharbeiten für unseren Film. Hierfür konnten wir als Kulisse auf den Außenbereich des WuK Theater Quartiers zurückgreifen, mit Blick auf den früheren Gasometer Halle. Neben dem unerwarteten Strandgefühl aufgrund des Sandbodens freuten wir uns besonders über die Besuche der Theaterkatze, die immer wieder Versuche unternahm, unser Equipment zu beschnuppern. Über die restlichen Dreharbeiten wollen wir noch gar nicht so viel verraten: Wir sind jedenfalls ein großes Stück weiter und freuen uns darauf, euch im November die Ergebnisse präsentieren zu können!

Wir möchten uns herzlich bei Frau Unger, Herr Neumann und dem Stadtmuseum Halle bedanken, in dessen Räumlichkeiten wir sein durften und bei unseren Referent*innen Frau Bratzke, Herr Diaby, Frau Grünert und Frau van Lie, die ein spannendes Podiumsgespräch möglich machten. Ein weiteres Dankeschön geht an die Studierenden des Studiengangs Medien und Kommunikation der Uni Halle, die unsere Veranstaltung tatkräftig unterstützten!

About the author: Andie Rothenhäusler